Gut gegen Bakterien und Viren / Händedesinfektionsmittel selber machen: Anleitung

 

Wenn die Grippewelle wieder rollt, hilft Händewaschen und desinfizieren

In der Bahn, im Bus, beim Bäcker – überall kommen wir über unsere Hände mit Keimen in Kontakt, die andere hinterlassen haben. Deshalb ist es wichtig, sich mehrmals am Tag die Hände zu waschen. Aber was tun, wenn es unterwegs keine Möglichkeit dazu gibt (beispielsweise auf dem Spielplatz)? Dann helfen Desinfektionsmittel für die Hände, die es mittlerweile von zahlreichen Herstellern gibt. Sie können sich das Geld dafür jedoch sparen, indem Sie Händedesinfektionsmittel selber machen. Das ist total simpel und Sie wissen hinterher garantiert, was im Fläschchen enthalten ist. Schick verpackt, eignet sich der Keim-Killer sogar als Geschenk.

DIY-Anleitung für Desinfektionsmittel

Die Liste der Inhaltsstoffe eines Durchschnitts-Desinfektionsmittels liest sich wie eine Chemie-Doktorarbeit: Propan-2-ol, Propan-1-ol, Mecetroniumetilsulfat… Falls es Ihnen zu gruselig ist, sich oder Ihren Kindern dieses Gemisch auf die Haut zu reiben, können Sie auch selbst ein Mittel mischen, das Krankheitserreger abtötet. Wie das geht und was Sie dafür brauchen, zeigen wir Ihnen hier in unserer DIY-Anleitung für Desinfektionsmittel.

Wichtig ist allerdings, dass Sie es mit der Anwendung nicht übertreiben. Händewaschen mit Seife ist immer die bessere Alternative – sowohl für Ihre Haut als auch für Ihr Immunsystem. Denn beim Händewaschen machen Sie schon einen Großteil der Bakterien und Viren auf Ihrer Handoberfläche unschädlich (Anleitung zum korrekten Händewaschen hier)2 und ein gewisser Kontakt mit Krankheitserregern ist sogar gut für uns, weil wir so unser Abwehrsystem trainieren. Außerdem schützen manche Bakterien die Haut sogar. Trotzdem ist Hygiene gerade in der kalten Jahreszeit wichtig, wenn regelmäßig Grippe- und Erkältungswellen durch das Land schwappen. Und falls partout kein Waschbecken in der Nähe ist, dann ist ein Desinfektionsmittel für unterwegs ideal.

 

Checkliste: Das brauchen Sie für das DIY-Händedesinfektionsmittel

In Flaschen aus braunem Glas halten sich die Zutaten länger

Besorgen Sie sich am besten eine Braunglasflasche mit Sprühaufsatz in der Apotheke oder auch online bei Amazon. Diese füllen Sie dann folgendermaßen:

  • 80 ml Alkohol (zum Beispiel Wodka oder Isopropylalkohol)
  • 20 ml Aloe-Vera-Saft
  • 5 Tropfen eines ätherischen Öls: Entweder Teebaum, Nelke, Lavendel, Zitrone, Rosmarin, Zimt oder Eukalyptus

Alle Zutaten in der Braunglasflasche vermischen und vor jedem Gebrauch gut schütteln.

Die enthaltenen ätherischen Öle sind ein natürliches Mittel gegen Keime, Bakterien, Viren und Pilze. Alkohol desinfiziert sehr gut, Aloe Vera ebenfalls – und der Aloe-Anteil pflegt gleichzeitig die Haut. Falls Sie lieber Oberflächen mit dem Spray säubern möchten, ersetzen Sie einfach den Aloe-Anteil 1:1 durch Alkohol.

Es soll lieber ein Handgel daraus werden? Dann geben Sie 1 bis 1,5 Gramm Xanthan hinzu, damit sich die Konsistenz verändert. Das Gel füllen Sie in eine Braunflasche mit Pumpaufsatz.

Desinfektionsmittel für die Hände richtig anwenden

Sprühen Sie Ihre Hände aus 5 Zentimetern Entfernung mit dem Spray ein, bis die Handflächen feucht sind und verteilen auch zwischen den Fingern – ähnlich wie die Seife beim Händewaschen. Bis zu 30 Sekunden einwirken lassen. Auch das Gel sollten Sie 20 bis 30 Sekunden in die Hände einmassieren, damit es seine optimale Anti-Keim-Wirkung entfalten kann.

Bleiben Sie gesund!

Quelle: RTL.de 03. März 2020 – 10:46 Uhr

 

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Wofür stehen SARS-CoV-2 und Covid-19?

Seit dem 11. Februar hat das neuartige Coronavirus, das bislang vorläufig mit 2019-nCoV bezeichnet wurde, einen neuen Namen: SARS-CoV-2. Das Akronym SARS steht dabei für Schweres Akutes Atemwegssyndrom. Der Name weist auf die enge Verwandtschaft zum SARS-Virus hin, das 2002/2003 eine Epidemie ausgelöst hatte.

Auch die Lungenkrankheit, die durch SARS-CoV-2 ausgelöst werden kann, hat einen neuen Namen erhalten. Sie wird nun Covid-19 (Corona Virus Disease 2019) genannt.


 

Status 04.03.2020 / 18:20 Uhr:

Tagesaktuelle Informationen zum Coronavirus

Der gemeinsame Krisenstab von BMI und BMG hat am Dienstag zum dritten Mal getagt und weitere Beschlüsse gefasst. Der Export von medizinischer Schutzausrüstung (Atemmasken, Handschuhe, Schutzanzüge etc.) ins Ausland wird verboten. Das BMG ist für die zentrale Beschaffung von medizinischer Schutzausrüstung für Arztpraxen, Krankenhäuser sowie für Bundesbehörden verantwortlich. Am 4. März 2020 hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn sich mit den Spitzen des Gesundheitswesens im Ministerium getroffen, um den gemeinsamen Einsatz gegen die Ausbreitung des Coronavirus abzustimmen. Um 13 Uhr hat der Minister eine Regierungserklärung zur Bekämpfung des Coronavirus abgegeben. Am Nachmittag fand dann ein Treffen mit den Gesundheitsministern der Länder mit anschließender Pressekonferenz statt.

Hotlines zum Coronavirus

Wenden Sie sich telefonisch an Ihren Hausarzt oder wählen Sie die 116117 – die Nummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes-, wenn Sie die Sorge haben, mit dem Coronavirus infiziert zu haben.

Hier finden Sie eine weitere Auswahl von Hotlines, die bundesweit zum Thema Coronavirus informieren.

Unabhängige Patientenberatung Deutschland – 0800 011 77 22

Bundesministerium für Gesundheit (Bürgertelefon) – 030 346 465 100

Allgemeine Erstinformation und Kontaktvermittlung – Behördennummer 115 (www.115.de)

 

04.03.2020

Quelle: 

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