Teesorten

Teesorten – So vielfältig wie die Geschmäcker der Welt

Der Legende nach entstand Tee bereits im Jahr 2737 v. Chr. in China: Als der chinesische Kaiser Chen Nung in seinem Garten saß, wehte der Wind das Blatt eines Strauchs in seine Trinkschale. Das heiße Wasser darin verfärbte sich leicht und schmeckte auf einmal nicht mehr so fad. Seither hat Tee von China aus die Welt erobert. Teetrinker schätzen die Vielfalt der unzähligen Teesorten, die heißes Wasser zu einem köstlichen und anregenden Getränk veredeln. Und Tee ist nicht nur lecker: Die verschiedenen Sorten haben positive Auswirkungen auf die Gesundheit. Aufgrund seiner vielen Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente ist Tee ein sehr bekömmliches Getränk, das vollständig aus natürlichen Zutaten besteht. Seine wohltuenden Eigenschaften wirken sich auf Körper und Geist aus.

Teesorten im Überblick

Eigentlich dürfen nur diejenigen Heißgetränke als Tee bezeichnet werden, welche aus den Teepflanzen Camellia sinensis oder Camellia assamica hergestellt wurden. Das ist sogar in einer eigenen ISO-Norm festgehalten. Die Teesträucher werden vor allem in asiatischen Ländern wie zum Beispiel China, Indien und Sri Lanka angebaut. Alle anderen Tees sind strenggenommen nur Aufgüsse mit Pflanzenbestandteilen wie Blüten, Früchten, Schalen, Blättern, Wurzeln, Samen oder Rinde. Trotzdem unterscheidet man im Allgemeinen folgende Teesorten:
• Schwarzer Tee
• Grüner Tee
• Kräutertee
• Früchtetee
Schwarzer Tee gilt als „echter“ Tee – wie grüner und weißer Tee auch. Bei der Herstellung verbindet sich der Zellsaft der Blätter mit der Luft, wodurch der Tee oxidiert und seinen typischen herben Geschmack erhält. Bekannte Sorten sind zum Beispiel Darjeeling, Assam oder Ceylon, die nach ihrer Herkunft benannt sind. Man kann natürlich auch anderen schwarzen Tee kaufen, wie zum Beispiel die Mischungen English Breakfast oder Earl Grey. Schwarzer Tee enthält besonders viel Koffein, das anders als beim Kaffee nicht aufputscht, sondern über einen längeren Zeitraum seine leistungs- und konzentrationssteigernde Wirkung entfaltet. Auch auf den Magen-Darm-Trakt hat schwarzer Tee eine positive Wirkung.
Bei der Herstellung von grünem Tee findet keine Oxidation statt. Die Blätter werden lediglich getrocknet. Dadurch schmeckt grüner Tee oftmals sehr bitter, es bleiben aber viele gesundheitsfördernde Stoffe enthalten. So hilft er zum Beispiel bei der Krebsprävention, schützt vor Alterungsprozessen und stärkt die Knochen.
Matcha ist eine besonders edle Sorte des grünen Tees, bei der die getrockneten Blätter zu Pulver gemahlen werden, das man zusammen mit Wasser schaumig schlägt. Weißer Tee ist ebenfalls eine Untersorte des Grüntees und hat seinen Namen von dem weißen Flaum, der sich auf den Blütenknospen befindet. Bei der Herstellung wird darauf geachtet, dass er so wenig wie möglich oxidiert und dadurch seinen süßlichen Geschmack erhält.

Kräutertees und andere Sorten

Kräutertee hat als Arzneitee eine große Bedeutung in der Naturheilkunde. Fenchel- und Kamillentee sind bekannt für ihre beruhigende Wirkung auf die Verdauung, Süßholz- oder Lindenblütentee helfen bei Husten, Pfefferminztee schmeckt erfrischend, Salbeitee lindert Halsschmerzen, und Tee aus Melisse beruhigt. Auch wenn der Rooibostee nicht aus heimischen Gefilden stammt, ist er mittlerweile auch hierzulande als Kräutertee beliebt. Der rote würzige Tee besteht aus den Zweigen des Rooibos, einem Hülsenfruchtstrauch aus Südafrika.
Früchtetee kann aus verschiedensten getrockneten Früchten bestehen. Man kann ihn als fertigen Tee kaufen oder ganz einfach selbst herstellen. Besonders beliebt sind Teesorten mit Apfel, Orange oder Waldbeeren. Mit siedendem Wasser übergossen wird daraus ein gesundes Heißgetränk, das den Durst angenehm fruchtig löscht.
Zubereitung verschiedener Teesorten: Auf die Temperatur kommt es an
Die Zubereitung von Tee ist je nach Sorte unterschiedlich. Bei schwarzem Tee und Kräutermischungen sollte nur kochendes Wasser für den Aufguss verwendet werden, um mögliche Keime abzutöten. Grünen Tee hingegen brüht man mit etwa 80 Grad heißem Wasser auf, weil sich sonst zu viele Bitterstoffe bilden. Auch die Ziehdauer variiert von Sorte zu Sorte. Manchmal benötigt man für die Zubereitung auch ganz bestimmtes Teezubehör wie ein Teeei oder eine andere Art von Teesieb, wenn es sich nicht um Beuteltee handelt. Bei der Zubereitung von Matcha-Tee benötigt man einen Bambusbesen, den Chasen.