Matcha

Matcha Tee: Der edelste aller Tees

Zunächst bei buddhistischen Mönchen beliebt, dann ein Statussymbol der japanischen Elite und heute weltweit ein neuer Trend unter den Heißgetränken: Matcha schlägt große grüne Wellen. Durch die sorgfältige Herstellung und die traditionelle Zubereitung gilt der Matcha Tee als besonders edel und sein Geschmack als einzigartig. Zusätzlich hat der kräftig grüne Tee viele positive Effekte auf die Gesundheit.

Matcha Tee macht munter

Auch wenn die Chinesen die Herstellung und Zubereitung eigentlich erfunden haben, hat sich die traditionelle Teekultur rund um den Matcha erst in Japan so richtig entwickelt. Im 12. Jahrhundert brachte ein buddhistischer Mönch den Matcha Tee in den Inselstaat. Dort tranken dann vor allem Mönche das grüne Gebräu, um länger und intensiver meditieren zu können. Auch heute können Teetrinker die Wirkung des Wachmachers noch deutlich spüren: Matchatee steigert die Leistungs- und Konzentrationsfähigkeit.
Weil er aus den gleichen Blättern hergestellt wird wie der grüne Tee, werden ihm auch dieselben positiven Wirkungen auf die menschliche Gesundheit zugeschrieben. Seine gesundheitsfördernden Substanzen wie Vitamine, Mineralien und Spurenelemente wirken entzündungshemmend, helfen in der Krebsprävention und kommen auch gegen Alzheimer und Hautalterung zum Einsatz. Matcha Tee kaufen mittlerweile auch Köche und Bäcker, um mit dem grünen Pulver allerlei Speisen zu verfeinern.
Dabei erinnert der besondere Geschmack ein bisschen an grünen Tee, nur weniger bitter. Das besondere Herstellungsverfahren und die spezielle Zubereitungsart machen den Matcha so edel und sein Aroma so fein.

Gemahlener Matcha Tee aus Japan

Echter Matcha Tee kommt aus Japan und bedeutet so viel wie „gemahlener Tee“. Für die Herstellung des hochwertigen Edeltees werden die Sträucher der Grünteepflanze bereits vier Wochen vor der Ernte abgedeckt. Durch weniger Sonnenlicht bildet sich bei dem sogenannten Schattentee in den wertvollen Blättern der Pflanze noch mehr Chlorophyll. Das verleiht dem Getränk später seine charakteristische grüne Farbe. Sind die Blätter gepflückt, werden sie schnellstmöglich mit Wasserdampf behandelt und getrocknet. Schließlich werden nur die wertvollen Teile der Teeblätter zu Pulver verarbeitet. Strunk und Blattrippen kommen nicht in die traditionelle Granitsteinmühle.

Weil die Japaner selbst auf den Pulvertee schwören, wird nur ein Bruchteil des hergestellten Matchas exportiert. Wer echten Matcha Tee kaufen will, muss ein bisschen tiefer in die Tasche greifen. Qualitätsmerkmale sind die japanische Herkunft und die kleinen Packungsgrößen – durch seine Pulverkonsistenz ist Matcha nicht so lange haltbar wie andere Tees und muss luftdicht verschlossen und kühl aufbewahrt werden.

Traditionelle Matcha-Tee-Zeremonie

Die japanischen Geishas sind die Meisterinnen der Matcha-Tee-Zubereitung. Die aufwendigen Teezeremonien zeichnen sich vor allem durch die besondere Zubereitung des Tees aus. Dazu werden zwei Bambuslöffel (etwa ein Teelöffel) des Pulvers in eine Trinkschale gegeben. Zusammen mit ein wenig kaltem Wasser verrührt man das Pulver mithilfe des Matchabesens, dem sogenannten Chasen, zu einer cremigen Paste ohne Klumpen. Diese wird dann mit 80 Grad heißem Wasser aufgegossen. Mit schnellen Bewegungen, die den Buchstaben M formen, schlägt man den Tee mit dem Chasen schaumig, bis auf der Oberfläche ein fester hellgrüner Schaum entsteht. Das feine Pulver löst sich im Wasser und färbt es milchig jadegrün. Durch das Rühren mit dem Chasen aus Bambus erhält der Matcha seine typische Konsistenz.